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Wir fördern aktiv die Gesundheit am Arbeitsplatz!

Betriebliche Gesundheitsförderung bei BENEVIT geht weit über die traditionellen Gesundheitsförderungsmaßnahmen hinaus. Wir verfolgen für unsere Mitarbeiter/innen, aber auch die Organisation einen ganzheitlichen und ressourcenorientierten Ansatz.

Damit treiben wir die nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens voran und stellen dafür die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter/innen in den Mittelpunkt, unter anderem in enger Kooperation mit dem Fonds Gesundes Vorarlberg, wofür wir auch das Vorarlberger Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung, SALVUS GOLD, verliehen bekommen haben.

Was verstehen wir unter betrieblicher Gesundheitsförderung?

Seit 2015 freut sich die Benevit – Gruppe über die Auszeichnung des „Salvus“, das Vorarlberger Gesundheitsgütesiegel. Schon für die Erreichung der Kriterien für dieses Gütesiegel wurden verschiedenste Gesundheitsmaßnahmen und Verbesserungen erarbeitet und umgesetzt. Beispiele dafür sind ein heimübergreifendes Ergonomie- konzept, die Einführung von Fallbesprechungen (extern und intern) und ein neues Wäschekonzept.  

Die Projektleitung für die betriebliche Gesundheitsförderung obliegt Carmen Helbok–Föger, MSc, Geschäftsführerin von BENEVIT. Unterstützt wird sie von einer Steuerungsgruppe mit folgenden Mitgliedern: Elmar Chiesola (Betriebsratvorsitzender), Michael Schönherr (Sicherheitsbeauftragter von Benevit) und Dr. Michael Stockreiter (Betriebsarzt). Die Aufgabe des Projektteams ist es, das Projekt am „Laufen“ zu halten und es mit Hilfe eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (PDCA – Zyklus) weiterzuentwickeln, zu verbessern und zu verändern.

Zudem wurden sogenannte Eingliederungsbeauftragte - die jeweiligen Betriebsräte der Heime - ernannt. Deren Aufgabe ist es, bei Mitarbeiterinnen, welche im Langzeitkrankenstand sind, oder bei Anzeichen auf (gesundheitliche) Probleme bei den Mitarbeitenden aktiv zu werden. Dies bedeutet, dass Kontakt mit den (kranken) Mitarbeitern aufgenommen wird, und versucht wird, eine Lösung zu finden, damit diese Mitarbeiter den Weg aus dem Krankenstand zurück in die Arbeitswelt finden können bzw. ein Krankenstand vermieden werden kann. Somit bilden die Eingliederungsbeauftragten ein Frühwarnsystem, mit dessen Hilfe Langzeitkrankenständen entgegen gewirkt werden soll.


Fragen & Antworten zur betrieblichen Gesundheitsförderung bei BENEVIT

Welche Instrumente wurden im Zuge der IST-Analyse sowie in der abschließenden Evaluation eingesetzt?

Die Erhebung der gesundheitlichen Situation aller Mitarbeiter/innen (Ist – Analyse) wurde anhand eines Fragebogens online erhoben. Die Erhebung wurde während der Sommermonate 2016 durchgeführt. Die Rücklaufquote betrug fast 100%. Der Fragebogen umfasste 74 Fragen, die die physischen und psychischen Arbeitsanforderungen, den Gesundheitszustand und die Leistungsreserven der Arbeitnehmer betrafen. Für die Evaluation wird am Ende des Projektes (ca. nach drei Jahren) der gleiche Fragebogen  nochmals von allen Mitarbeitenden ausgefüllt.

Wie wurde die Belegschaft eingebunden? Wie wurde sie über die Aktivitäten informiert?

Die Belegschaft wurde von Anfang an miteingebunden – durch den Fragebogen für die Ist – Erhebung, durch das Einbinden von Fachwissen Einzelner bei der Maßnahmenausarbeitung und beim Umsetzen der ausgearbeiteten Maßnahmen. Hätte das Projektteam kein „Commitment“ der Mitarbeitenden gehabt, wäre das Projekt nicht umsetzbar gewesen.  Alle Mitarbeitenden wurden durch Rundschreiben, über die Homepage, das Pflegedokumentationsprogramm, das Magazin „Benevit Aktuell“, bei Teamsitzungen und durch die Protokolle der Steuerungsgruppensitzungen informiert. 

Welche Maßnahmen wurden umgesetzt bzw. welche Erfolge wurden erzielt?

Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • Schulung für Mitarbeiter aus den Unterstützungsbereichen (Wäscherei, Reinigung und Küche) in Bezug auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung durch intensive Unterstützung der Sicherheitsvertrauenspersonen.
  • Workshops zum Thema  Stress, Burn Out für alle Mitarbeitenden
  • Gesundheitstag für alle Mitarbeiter z. B. Vortrag über gesunde Ernährung, Möglichkeiten von Bewegung, usw.
  • Analyse von Arbeitsprozessen zur Verringerung der Überstunden und Senkung von physischen und psychischen Belastungssituationen
  • Erarbeitung / Installierung eines Eingliederungsmanagements
  • Verfestigung/Anpassungen der Kommunikationskultur
  • Implementierung eines umfassenden Ergonomiekonzepts im Bereich Pflege und Betreuung
  • Anpassung der Strukturqualität durch Anschaffung von Hilfsmittel
  • Angebot von externen Coachings bei Überlastungssituationen
  • Mitarbeiterfördergespräche

Durch das intensive Erarbeiten des Projektes wurden alle Mitarbeitenden bezüglich Gesundheitsförderung / Gesundheit sensibilisiert – das Bewusstsein aller hat sich verändert!

Wie soll gewährleistet werden, dass die betriebliche Gesundheitsförderung eine nachhaltige und stetige Entwicklung ist?

Mit dem Projekt der betrieblichen Gesundheitsförderung wird ein längerfristiger Prozess begonnen. Während bzw. nach diesem Prozess wird mit Hilfe des PDCA – Zyklus (Plan, Do, Check, Act) das Projekt immer weiterentwickelt und sollte nie in Stocken geraten. Der PDCA – Zyklus beschreibt das wiederkehrende Kreislaufverhalten von Planen, Handeln, Kontrollieren und Reagieren.

Das Anwenden dieses Tools findet mindestens einmal jährlich, während einer Steuerungsgruppensitzung, statt. Die gesamte Steuerungsgruppe widmet sich diesem Tool – Stufe für Stufe wird gemeinsam analysiert / verbessert etc. Das Projekt wird so laufend an die sich verändernden Gegebenheiten angepasst – das Projekt steht niemals still!

Zudem liefern dieses Projekt bzw. die vorher erarbeiteten Gesundheitsmaßnahmen / Verbesserungen die Grundlagen für die heimübergreifende strategische Entscheidung der betrieblichen Gesundheitsförderung – die Thematik Gesundheit wurde in die Unternehmensstrategie integriert.

Welche Erfolge konnten erzielt werden?

Besonders positiv gingen die Ergebnisse der Ist- Erhebung hervor. Hier wurde deutlich, dass die Benevit – Gruppe im Vergleich zum Benchmark deutlich bessere Ergebnisse erzielt hat. Zum anderen hat sich die Einstellung zum Thema Gesundheit / Gesundheitsförderung verändert – ein verstärktes Bewusstsein ist vorhanden. 

Die betriebliche Gesundheitsförderung nimmt massiven Einfluss auf den gesamten Organisationsentwicklungsprozess im Unternehmen. Die Mitarbeiter haben Vertrauen und Mut und zeigen eine hohe Bereitschaft zur Veränderung!

Was kann interessierten Unternehmen mit auf den Weg gegeben werden?

Ein derart großes Projekt und insbesondere der damit verbundene Organisationsentwicklungsprozess sind zum einen nur durch die volle Unterstützung der gesamten Führungsebene und zum anderen durch das Commitment aller Mitarbeiter möglich – denn Veränderung bringt Ungewissheit/Angst mit sich; Vertrauen und Mut von allen Beteiligten sind Grundvoraussetzungen und entscheiden über Erfolg oder Niederlage des Vorhabens!

Es dauert alles seine Zeit – da es sich nicht nur um Strukturveränderungen im Unternehmen, sondern auch um Verhaltensänderungen bei den Mitarbeitenden handelt. Es ist daher wichtig, dass alle Mitarbeitenden einen Sinn darin erkennen:

„Menschliches Verhalten wird nicht von Bedingungen diktiert, die der Mensch antrifft, sondern von Entscheidungen, die er selbst trifft.“ Viktor Frankl

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