Pressekonferenz zum 20-Jahr-Jubiläum: BENEVIT für stationäre Pflege in Vorarlberg unverzichtbar

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Die im Jahr 2002 gegründete Vorarlberger Pflegegesellschaft BENEVIT mit der Zentrale in Dornbirn hat sich innerhalb von 20 Jahren zu einem der größten Pflege- und Betreibergesellschaften des Landes entwickelt. Dies wurde in einer Pressekonferenz betont, die am Mittwoch, 15. Juni 2022 im BENEVIT Sozialzentrum Weidach stattgefunden hat. Die gemeinnützige 100-Prozent-Tochter des Vorarlberger Gemeindeverbands erwirtschaftet über 20 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt ca. 350 Mitarbeiter/innen. BENEVIT ist auf die stationäre Pflege und Betreuung spezialisiert und verfügt über 294 Pflegebetten in sieben Sozialzentren und Pflegeheimen, 60 betreute Wohnungen sowie eine betreute Wohngemeinschaft für zwölf Personen in Höchst.

„BENEVIT ist für die Vorarlberger Gemeinden und das Land Vorarlberg ein verlässlicher und professioneller Partner für stationäre Pflege und Betreuung. Aufgrund ihrer Größe an sieben Heim-Standorten und einer Zentrale kann sie Synergien nutzen und sorgt dadurch dafür, dass eine regionale bis lokale Struktur der Daseinsvorsorge – auch für kleinere Gemeinden – aufrechterhalten werden kann. Gleichzeitig garantiert der Verbund und das beträchtliche Knowhow der BENEVIT die Implementierung und Sicherung höchster Qualitätsstandards“, sagt die Präsidentin des Vorarlberger Gemeindeverbands und Dornbirner Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann aus Anlass des 20-Jahr-Jubiläums.

Auf die steigende Bedeutung von BENEVIT als „wichtiges Flaggschiff in der Pflegelandschaft“ mit über 20 Millionen Euro Umsatz weist Geschäftsführer Thomas Scharwitzl in seiner Bilanz hin: „Wir sind damit auch ein wesentlicher Wertschöpfungsfaktor sowie maßgeblicher Arbeitgeber in einigen Regionen und Talschaften Vorarlbergs. Im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre hat sich unser Umsatz um 70 Prozent erhöht, der Personalstand ist mit etwa 350 um gesamt 90 Personen höher als noch 2012. Durch dieses Wachstum konnten wir auch finanztechnisch gesehen ein stabiles Fundament erwirtschaften, sodass wir gesichert und gut in die Zukunft gehen.“

Anforderungen an Pflege im BENEVIT-Verbund besser bewältigbar

Insbesondere in Krisenjahren – so auch 2020 und 2021 – bewährt sich der Verbund der Gemeinde-eigenen und gemeinnützigen Vorarlberger Pflegegesellschaft BENEVIT. „Die Aufstellung als Verbund mit sieben unterschiedlichen Einrichtungen bringt neben betriebswirtschaftlichen Synergieeffekten auch pflegefachliche und personelle Vorteile mit sich. Der Personal-, Wissens- und Informationstransfer hilft uns allen, mit steigenden Herausforderungen umzugehen. So konnten wir uns zuletzt gegenseitig zum Beispiel bei der Handhabung von Covid-Clustern unterstützen. Dieses Beispiel zeigt, dass wir die steigenden Anforderungen an die Pflege im Verbund – zum Beispiel mit betrieblicher Gesundheitsförderung –besser bewältigen können“, sagt BENEVIT-Geschäftsführerin Carmen Helbok-Föger, MSc, MBA.

Diese Verbund-Vorteile werden immer wichtiger, weil die Auswirkungen der Covid-Krise bereits seit längerem spürbare Veränderungen in der Langzeitpflege noch mehr beschleunigen. So hat sich die Anzahl der Aufnahmen im gesamten BENEVIT-Verbund in rund sieben Jahren fast verdoppelt. Waren es 2014 noch 118 Aufnahmen von Bewohner/innen bei 261 Betten, wurden 2021 bereits 240 Aufnahmen bei 294 Betten registriert. Ein Grund für diese zunehmende Wechselhäufigkeit ist der Anstieg der durchschnittlichen Pflegestufe in den BENEVIT-Heimen, und zwar von 5,05 im Jahr 2017 auf 5,28 (von 7) im vergangenen Jahr. Das bedeutet in der Praxis, dass die Menschen in immer schlechterem Zustand ins Pflegeheim kommen und im Vergleich zu den Vorjahren früher versterben. All das führt zu einem steigenden Arbeitsaufwand in der Kurz- und Langzeitpflege sowie in allen Heimbereichen.

Trotz Krisen wird weiter in Pflegequalität investiert

Zusätzlich zu den aktuellen Belastungen des Gesamtsystems wirkt sich die allgemeine Personalnot im Pflegebereich erschwerend aus. Faktoren wie die demografische Entwicklung, die Fokussierung vieler junger Menschen auf die sogenannte Work-Life-Balance mit dem vielfachen Wunsch nach einem 80%-igen Beschäftigungsausmaß sowie die sinkende Belastbarkeit von Mitarbeitenden – auch als eine Folge der Pandemie – verschärfen das Problem noch zusätzlich. „Wir steuern dem entgegen, indem wir weiterhin in Maßnahmen zur physischen und psychischen Entlastung, betriebliche Gesundheitsförderung sowie Aus- und Weiterbildung investieren. Zudem legen wir sehr viel Wert auf Qualitätsprozesse, an denen die Mitarbeitenden beteiligt sind“, sagt Carmen Helbok-Föger.

Für die BENEVIT-Geschäftsführung ist klar, dass die Herausforderungen für das Pflege- und Personalmanagement weiter zunehmen. „Deshalb glauben wir, dass hier einzelne Player immer mehr an Grenzen stoßen und unser Modell einer Vorarlberger Pflegegesellschaft aus Sicht der Gemeinden immer wichtiger wird. Der größere Verbund heimischer Pflegeeinrichtungen gibt zudem allen Mitarbeitenden das Gefühl der Sicherheit, mit Lösungsfindungen nicht allein zu sein und im Rahmen einer gemeinnützigen Organisation gestützt und getragen zu werden. Jeder in unsere Einrichtungen von der öffentlichen Hand investierte Euro bleibt im Land und erhöht die Lebens- und Arbeitsqualität in unseren Einrichtungen. Denn wenn sich Mitarbeitende bei uns wohlfühlen, fühlen sich auch Bewohner/innen und Angehörige wohl“, so die BENEVIT-Geschäftsführung unisono.

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