Die Bewohner/innen-Struktur im Sozialzentrum Alberschwende verändert sich

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2013 war wie in den vergangen Jahren ein deutlicher Anstieg der Pflege-Intensität bemerkbar. Aufgrund dieser demographisch bedingten Entwicklung steht die stationäre Langzeitpflege vor immer größeren Herausforderungen. Denn bei zunehmendem Alter steigt das Risiko, zu erkranken und pflegebedürftig zu werden. Die Folge sind oftmals fortschreitende Demenz und damit ein insgesamt steigender Pflegebedarf.

Sukzessiver Anstieg der Pflegestufen im Heim

Der Großteil der Bewohner/innen ist in Pflegestufe 5 und 6. Tendenziell zeigt sich ein Anstieg nach oben, vor allem findet der Einzug ins Pflegeheim erst bei bereits höherer als der früheren Stufe 3 statt. Damit im Zusammenhang steht eine kürzere Aufenthaltsdauer, während Bewohner/innen früher über Jahrzehnte im Pflegeheim wohnten. Das bedeutet einen häufigeren Wechsel und damit auch mehr Belastung für die Mitarbeiter/innen. Denn das häufigere Abschiednehmen ist belastend.

Bunt gemischte Bewohner/innen-Gruppen

Am Beispiel Alberschwende mit 37 Pflegebetten und 11 betreuten Wohnungen wird offensichtlich, dass sich nicht zuverlässig ein Durchschnittsalter für Bewohner/innen erkennen oder ableiten lässt. Der jüngste Bewohner 2013 war 50 und die älteste Bewohnerin 100 Jahre alt. Alberschwende verfügt nur über Einzelzimmer, was dem Grundrecht jedes Menschen auf Privatsphäre und Rückzugsmöglichkeit entgegen kommt.
Aus der unmittelbaren Region kommen nur wenige Bewohner/innen ins Heim nach Alberschwende, größtenteils stammen sie aus den umliegenden Gemeinden. Vertreten sind verschiedenste soziale Schichten. Dadurch bringen alle höchst individuelle Bedürfnisse mit, was auf die stark unterschiedlichen Prägungen durch diverse Biographien und Lebenserfahrungen zurückzuführen ist.

Anstieg der Kurzzeit-/Übergangspflege beobachtbar

Angebote für Kurzzeit- oder Übergangspflege gibt es je nach Kapazität und freier Bettenverfügbarkeit. Die Vernetzung der sieben Benevit-Heime untereinander ist dabei von großem Vorteil, vor allem, weil ein Anstieg der Nachfrage nach dieser Pflege- und Betreuungsform erkennbar ist. Sie dient hauptsächlich zur Entlastung pflegender Angehöriger.Ursula Fischer, Heim- und Pflegedienstleitung SZ Alberschwende

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